#HBGgoesInsta?- Die neue Generation debattiert 

Im Februar haben wir für euch den Schulausscheid für „Jugend debattiert“verfolgt. Im Folgenden Artikel geben wir euch einen Einblick darüber, was dort passiert ist.  

 

Pro 1: Lara, 8b                                                                            Kontra 1: Johanna, 10a 
Pro 2: Matti, 9b                                                                          Kontra 2: Mina, 9b 

Der Raum ist schon voll besetzt, als wir ihn betreten. Vorne sind die Tische für die Debattierenden aufgebaut. Das heutige Thema der Finaldebatte der Mittelstufe: „Soll das HBG einen Social-Media-Auftritt unterhalten?“ 
Am Anfang wird pro Person eine grüne und eine rote Karte ausgeteilt und anschließend das Publikum nach deren Standpunkt bezüglich des Themas gefragt. Jeder Anwesende soll sich entscheiden, ob er für(grün) oder gegen(rot) die Ausgangsfrage ist und die dementsprechende Karte hochhalten. Hauptsächlich grüne Karten.Die Meisten sind pro Social Media Account unseres HBGs. 

Lara (Pro1) beginnt ihre Eröffnungsrunde für Pro, indem sie dem Publikum erläutert, was für eine große Rolle Social Media heutzutage spielt und man es deswegen auch in den Schulalltag integrieren sollte. Lara schlägt vor, man solle am HBG eine Social Media AG ab der 8. Klasse einrichten. Johanna (Kontra1) wirft darauf hin die Frage auf, wer denn die Verantwortung der AG tragen würde, woraufhin Matti (Pro2) antwortet, dass Frau Wirz sich dafür bereiterklärt hat. Da die Schüler unter 16 Jahre noch eine Genehmigung der Eltern benötigen, schlägt Lara vor, einen einfachen Elternzettel an die interessierten Schüler auszuteilen. Lara betont dabei, dass die Schüler in der AG lernen würden, mit Social-Media umzugehen und das der Account das Image der Schule aufbessern würde. Außerdem erwähnt sie, dass die Kooperation mit anderen Schulen so einfacher wäre.  
Johanna entgegnet mit dem Argument, das sich Schüler ausgegrenzt fühlen könnten, wenn manche Elternteile ihrem Kind erlauben an der AG teilzunehmen, und andere nicht. Außerdem stellt sie infrage, ob überhaupt viele Schüler an der AG interessiert wären, worauf Matti meint, dass man dies nicht herausfinden würde, wenn man es nicht probiert. Außerdem spricht Johanna auch das Thema Cybermobbing an, was schnell auf Social Media zustande kommen kann. Wieder entgegnet Matti dies, indem er erläutert, dass die Kommentarfunktion ausgeschaltet wäre, sodass keine Kommentare zustande kommen könnten, die unangemessen sind. Zusätzlich betont Matti erneut, wie das Image der Schule durch den Social-Media-Account verbessern würde, indem er Beispiele nennt wie das Präsentieren schulischer Projekte, des Schulhundes oder von weiterem Schulischen Engagement.  

Mina (9b) wirft die Frage in den Raum, warum jüngere nicht an der AG teilnehmen dürften (5-7), was Lara damit beantwortet, dass jüngere Kinder gerade erst in Kontakt mit Social Media kämen, und die Kinder davor bewahrt werden sollten, noch mehr am Handy zu sein.  
In den folgenden Minuten wird angeregt darüber debattiert, dass auch negatives Image (unsachliche Posts) hochgeladen werden könnte, und dass ein Social Media Account nicht nötig wäre, da schon eine Homepage existiert, auf denen auch schulische Projekte hochgeladen werden. Auch von der Pro Seite oft noch einmal das Argument aufgeworfen, dass ein Social-Media-Account das Image der Schule verbessern würde, Kooperationen zwischen weiteren Schulen zustande kommen könnten, und man Umfragen machen könnte.  

Als es Richtung Ende der freien Aussprache ging, nannte Johanna das Argument, dass Social-Media (Instagram) keine geeignete Plattform für z.B Kooperation, Fotos ist, da sie nicht verlässlich ist. Dies begründet sie damit, dass Instagram eine US Amerikanische Plattform ist, die wohlmöglich persönliche Daten weitergibt laut dem Europäischen Recht.  
Außerdem kamen im weiteren Verlauf der Debatte die Argumente auf, dass die ganzen Elternzettel aufwändig seien, dass die Homepage veraltet ist, und das Social Media viel moderner sei.  

In der Schlussrunde fassten alle Kandidaten innen nocheinmal ihren Standpunkt zusammen, und nannten noch einmal ihre aussagekräftigsten Argumente.   

Zum Schluss wurde das Publikum noch einmal gefragt, wie sie nach der Debatte zu der Frage stehen: „Soll das HBG einen Social-Media-Auftritt unterhalten? Viele Schüler innen blieben bei ihrer Meinung vom Anfang, jedoch konnte man keinen großen Unterschied mehr zwischen der Menge der roten und der grünen Karten feststellen.  

Nach einer kurzen Pause gab es anschließend eine Feedback Runde der Jury.  
Der Jury gefiel insgesamt an der Debatte, dass es viel hin und her zwischen den Argumenten gab, und viele verschiedene Aspekte für Pro und Kontra genannt wurden.  
Dann gab es ein persönliches Feedback zu jeden Debütant, Debütantin: 

Lara, 8b, Pro 1 

Klar an die Regeln des Aufbaus gehalten 

Auf die anderen Argumente gut und sachlich bezogen 

Ruhige Art der Aussprache 

Tipp: Längeres Reden in der Eröffnungsrunde, Zeit mehr nutzen 

Matti, 9b, Pro 2: 

Gut auf verschiedene Sachen reagiert 

Aktive Mitsprache während der Debatte 

Tipp: Lieber mehrere kleine Beiträge geben, als einen großen.  

Mina, 9b, Kontra 2: 

Gute Fragen gestellt 

Tipp: mehr in die Debatte mit einbringen, kürzere Beiträge geben 

Johanna, 10a, Kontra 1  

Sehr tragende Argumente 

Sachliche Vertiefung 

Gut auf andere eingehen 

Tipp: In der freien Aussprache längere passive Phasen gehabt, dann sehr lange Beiträge 

 

Siegerehrung  

Johanna (Siegerin) 

Matti      (Sieger) 

Mina 

Lara 

Weitere Urkunden bekamen aus den Vorrunden: Livia, Emma, Benjamin Merkelbach, Sophia, Henri Saueracker, Ida Rose, Nike